Natürlich kann man sich fragen, ob man für Gesundheit im Unternehmen Geld ausgeben soll. Die Kalkulation ist einfach: Es ist um ein Vielfaches günstiger, für die Gesundheit zu zahlen als gegen eine Krankheit.

Nach den Wissenschaftlern Prof. Dr. Juhani Ilmarinen und Prof. Dr. Gottfried Richenhagen ist die Ilmarinen-Richenhagen-Kurve benannt. Sie stellt einen Anstieg der langfristigen Arbeitsfähigkeit (und als Voraussetzung hierfür eine entsprechende Verbesserung der Gesundheit und Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit) dar, wenn zwei Faktoren in der Gesundheitsvorsorge berücksichtigt werden:
• Verhaltensprävention
UND
• Verhältnisprävention

Entscheidend für einen günstigen Lebensverlauf ist die umfassende Betrachtung der Arbeitsbedingungen.

Arbeitsfähigkeit nach Ilmarinen-Richenhagen

Die „Ilmarinen-Richenhagen-Kurve“ zeigt, welcher „Return-on-BGM“ möglich sein kann.

Der Return-on-BGM: Gesundheit kommt mit Zinseszins

Wissenschaftliche Längsschnittstudien zeigen je nach Unternehmenskulturen und Aufklärung der Gesellschaft dramatische Unterschiede in der Prognose von Arbeitsfähigkeit. Die besten Ergebnisse für die Beschäftigten zeigen sich dann, wenn diese sowohl in der Verhaltensprävention gefördert werden als auch in der Verhältnisprävention.

Was ist der Unterschied zwischen Verhaltensprävention und Verhältnisprävention?
Am einfachsten lässt es sich wohl so beschreiben:
Verhaltensprävention findet statt, wenn der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer gemeinsam die Gesundheit fördern:
• gesundes Kantinenessen
• Sportabgebote
• Angebote zum Schutz und der Steigerung der Widerstandskraft (Resilienz ist das große Schlagwort der letzten Zeit)
• Erhalt der körperlichen und seelischen Gesundheit durch entsprechende Gesundheits- und Präventionsprogramme
• Angestellte achten auf sich, sorgen für einen Ausgleich und für Frieden im Leben

Zusammengefasst beziehen sich diese Punkte überwiegend auf das Individuum; daher kann man auch von Individualprävention sprechen.

Verhältnisprävention erweitert die Verhaltensprävention vor allem um den Faktor Kommunikation:
• Wie wird die Arbeit aufgebaut?
• Welche Arbeitsaufträge gibt es?
• Wo könnten Zielkonflikte auftreten?
• Wie steht es um die Fehlerfreundlichkeit im Unternehmen? „Dürfen“ Fehler passieren? Wie wird damit umgegangen?
• Welche Hierarchien gibt es?
• Welche Firmenkultur wird gelebt? (Hier geht es um mehr als die Weihnachtsfeier)

In der Summe: Wie gehen wir im Unternehmen miteinander um, damit alles vereinbar ist: Loyalität, Leistung, Zufriedenheit, Wertschätzung und Gesundheit?

Im Gesamtergebnis ausgedrückt: Jeder Euro, der in die Prävention und Mitarbeiterförderung investiert wird, bleibt im Unternehmen und vermehrt sich dauerhaft.

Loyalität, Leistung, Zufriedenheit, Wertschätzung und Gesundheit: wir zeigen Ihnen, wie Sie alles miteinander vereinen.