Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist der Überbegriff für Konzepte und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit von Arbeitnehmern. Dies Konzepte können aufgrund von Vorschriften und Gesetzen entstehen, aber auch in der Folge von Einsicht, z.B. der Erkenntnis, dass nur bei Kommunikation verstehbare Aufgaben entstehen können.

Was heißt überhaupt „Gesundheit“?
Gesundheit beschreiben wir im Supervisionszentrum so: Gesundheit ist gegeben, wenn im Rahmen günstiger privater wie beruflicher Bedingungen sinnvolle, nachvollziehbare und ausführbare Aufgaben erfüllt werden können.

Die Definition der WHO von 1946 nennt das „vollkommene körperliche, soziale und geistig-seelische Wohlbefinden“ als Indikator für Gesundheit. Da jedoch kein Mensch auf Dauer vollkommen im Zustand des Wohlbefindens sein kann, wäre jeder Mensch nach WHO-Definition dauerhaft nicht gesund. Diese Definition birgt daher Risiken. Zu schnell wird in Situationen der Überlastung von einer Krankheit des Individuums gesprochen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM

Betriebliches Gesundheitsmanagement – es bezieht sich nicht allein auf die Abläufe im Unternehmen. Zu umfassendem BGM zählt die Berücksichtigung des Privatbereichs (Work-Life-Balance)

In der Supervision und der Beratung arbeiten wir mit einem Gesundheitskonzept: mit gesundem Realismus in bezug auf das jeweils Erreichbare, mit einer kompetenzorientierten Beschreibung von Phänomenen (sog. Symptomen). Mit einer realistischen Zieldefinition lassen sich viele Krisensituationen entspannen.

In den meisten Fällen ist eine wertschätzende Anpassung von Zielen (Dr. Gunther Schmidt spricht hier von „Sehnsuchtszielen“ und der zweitbesten Lösung) sehr heilsam.